Digitale Integration
Team Digitale Integration

Das Projekt „Digitale Integration“ befindet sich aktuell im Aufbau; in den nächsten Wochen wird auf www.digitaleintegration.com ein umfassendes Informationsangebot erstellt werden.
Bis dahin erreichen Sie das Projektteam am besten per E-Mail unter digitaleintegration@mki-ev.de

Kurzbeschreibung des Projektes

Durch das Projekt „Digitale Integration“ werden Erwachsene in Rheinland-Pfalz zur Teilhabe an einer digitalen Arbeits- und Lebenswelt befähigt und somit vor künftiger Ausgrenzung bewahrt. Dies erfolgt über niedrigschwelligen Einzelunterricht mit motivierenden Elementen und individuell konzipierte Lernmethoden und Arbeitsweisen die insbesondere unter den jeweiligen Bedingungen der Corona-Pandemie stabil durchgeführt werden können.

Das Besondere im Überblick:

  • „Digitale Integration“ dient der Vermittlung von Basis-Kompetenzen im IT-Bereich.
  • Zielgruppe: Alle Erwachsenen in Rheinland-Pfalz
    ohne Erfahrungen mit Computern und Digitaltechnik
  • Die Teilnahme ist kostenfrei.
  • Erste Phase beginnt im Oktober 2021 mit 16 Plätzen, ab 2022 wird es mehrere Phasen mit jeweils bis zu 65 TN geben.
  • Jede/r TN startet zunächst mit Einzelschulungen, wo die entscheidenden Basiselemente individuell und persönlich so lange vermittelt werden, bis sie beherrscht werden.
  • Hierbei kommt eine spezielle Lehrmethode I do, we do, you do zum Einsatz.
  • Vertiefungen in den Modulen 3 und 4 in einer Kombination aus Einzel- und digitalem Gruppenunterricht unterrichtet.
  • Zusätzlich gibt es für die fortgeschrittenen TN Gruppen-Events für spezielle Themen (bspw. Datensicherheit) mit Experten.
  • Die engagiertesten TN können im Projektverlauf Mentoren-Aufgaben übernehmen.
  • Stabile und leistungsfähige Infrastruktur mit Schulungsräumen, Technik und Lehrpersonal.
  • Laptops und Tablets können an alle Teilnehmenden ausgeliehen werden.

Hintergründe

Zentraler Leitgedanke ist, dass der Mensch in unserer Gesellschaft immer weniger ohne digitale Technologie auskommt und daher jeder ein Grundverständnis davon benötigt. Projektziel ist daher, bei bisher gegenüber digitalen Technologien reservierten und unsicheren Menschen Interesse zu wecken, Lernwiderstände zu senken und ihre Motivation durch Selbstvertrauen zu steigern. Hierzu wird auf  Unterhaltungsfaktoren gesetzt, besondere kulturelle, muttersprachliche oder generationsbedingte Aspekte individuell berücksichtigt und in persönlicher Begleitung genutzt statt Frontalkursen. Der „Schämfaktor“ wird aufgelöst – Aufgaben werden so lange geübt, bis sie beherrscht werden, ohne dass sie Andere aufhalten.  

Bisherige Angebote erreichten das Ziel einer „Digitalisierung der Bevölkerung“ nicht, Deutschland ist Im G-20-Ranking auf vorletzter Stelle (Digital Riser Report 2020). Neue Ansprache, niedrigschwellige und individuell konzipierte Lernmethoden und Arbeitsweisen müssen eingesetzt werden zur fundamentalen und nachhaltigen Steigerung des Elementarwissens im IT-Bereich bei der genannten Zielgruppe. Sie müssen Schamgefühle adressieren, Diskrepanzen reduzieren und durch „Zeigen“ Ängste nehmen. 

Mit dem neuartigen Angebot „Digitale Integration“ wird jede(r) Teilnehmende kostenfrei im Einzelunterricht in die digitale Welt eingeführt, und zwar so lange bis die einzelnen Punkte beherrscht werden und Sicherheit bei den wirklich notwendigen Basiskompetenzen besteht. Bei Interesse und guten Lernfortschritten können im weiteren Verlauf Erweiterungen auch in Gruppenarbeit ergänzt werden.

Die Lerninhalte:

1. Heranführung und Vertrauen im Umgang mit digitaler Technologie
– Wie schaltet man verschiedene digitale Geräte an und aus?
– Wie installiert man eine App und entfernt sie wieder? 
– Nutzung des Internets, Basiswissen
(Browserbedienung, Suchmaschinen, Recherche)
– Teilnahme an Zoom-Konferenzen o.ä.
– Social Media Nutzung, erste Erfahrungen 
– Formulare auf Webseiten, Apps ausfüllen lernen
– E-Mail schreiben, korrigieren und senden
– Assistenz bei Auswahl und geförderter Beschaffung von Geräten
2. Bedeutung, Nutzen und Gefahren der Digitalisierung
– Wo wird „digital“ wofür benötigt?
– Welche Bedeutung hat Digitalisierung konkret für die TN
– Was passiert, wenn man keine IT-Kompetenz hat
– Welche Fehler sind schlimm, welche nicht
– Gefahr von Datenmissbrauch und mangelnder Datensicherheit
– „Fake News“
3. Wichtige Techniken und Fähigkeiten für Fortgeschrittene
– Nutzung von Webshops: Bedienung, rechtliche Grundkenntnisse und Betrugsvermeidung
– Grundkenntnisse im Umgang mit Dateien (Öffnen, Speichern, Löschen), Dateitypen
– Grundsätzliche Einstiegserfahrungen mit Standardprogrammen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation
– Einfache grafische Anwendungen (digitale Fotografie, einfache Bildbearbeitung, Video) 
– Games, Rätsel und Spaß
– Fortgeschrittene Anwendungen in sozialen Medien (Chats, Profile, Gruppen, Seiten)
– Digitales Lernen (Youtube, Moodle und BigBlueButton)
– Vermeiden von Computerviren und anderen IT-Risiken
4. Fortgeschrittene Anwendungen für digitales Arbeiten
– Online-Bewerbungen und Karriereplattformen
– Videokonferenzen und Veranstaltungsorganisation
– Einfache Tools um selbst Inhalte zu publizieren (Webseiten-Baukasten)
– Programme installieren, Updates, wichtige Betriebssystemfunktionen
– fortgeschrittene Aufgaben mit Office-Programmen (Präsentationen, Layouts, Diagramme)
– selbständige Weiterbildung und professionelle externe Weiterbildung. 

Zuwendungsgeber

Die Projektteilnahme ist kostenfrei; ermöglicht durch die Arbeitsmarkt­initiative #rechargeRLP. Sie wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung RLP aus Mitteln des EU-Hilfsprogramms REACT-EU über den Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt.

Recharge RLP